Startseite » Kaffee – ein Privileg?

Kaffee – ein Privileg?

Hola gente! Hallo Leute!

Es war ein außergewöhnlicher Sommer – auch für manoamano. Nachdem wir uns im Mai endlich zu unserer offiziellen Vereinsgründung getroffen hatten, hatten wir – trotz Corona – im August beim B-Side Festival 2020 die Chance, eine kleine Bildungsveranstaltung in Münster mitzunehmen.

Die B-Side ist ein soziokulturelles und selbstorganisiertes Kulturzentrum am Hafen in Münster. Hier wird einmal im Jahr ein kulturelles Festivalwochenende mit Musik, Workshops, Kunst und Kultur veranstaltet. Aufgrund von Corona wurde das Festival dieses Jahr auf sogar eine ganze Woche voller Kulturtage ausgeweitet.

Unser kulturelles Angebot war ein Privilegienspiel. Unsere neun Interessierten haben gemeinsam und mit uns darüber reflektiert, innerhalb welcher globaler Strukturen und Privilegien wir uns bewegen. Jede*r Teilnehmende bekam eine Rolle zugewiesen, sodass alle Akteure der Kaffee-Wertschöpfungskette vertreten waren. Es gab also eine Kaffeebäuerin, einen Spediteur, eine Exporteurin und so weiter. Innerhalb dieser Rollen sollten sich die Teilnehmenden zu verschiedenen Statements, die wir vorgelesen haben, räumlich positionieren. Dadurch ist für alle ersichtlich gewesen, in welchem „Raum“ sich der*die jeweilige Akteur*in überhaupt bewegen kann. Anschließend gab es Raum und Zeit für eine gemeinsame Reflexion und einen inspirierenden Austausch über unsere Möglichkeiten, unser Leben möglichst nachhaltig mitzugestalten – und Kaffee wurde selbstverständlich auch noch getrunken.

Uns hat es riesigen Spaß gemacht und wir hoffen, dass wir bald wieder öfter und intensiver mit euch in Austausch treten können. Schließlich sind wir alle interessiert an fairen und globalen Handelsstrukturen, die darauf warten von uns gestaltet zu werden.

Hasta pronto – bis bald!